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Auf den Spuren des schwindenden Morteratsch-Gletschers

  • 14. Juli 2021
  • Autor/in: Louisa Meyer, G4e

Eine Schülerin aus der Klasse G4e berichtet von der Glaziologie-Exkursion vom 7. und 8. Juli 2021:

Bei unserer Ankunft beim Hotel Morteratsch scheint die Sonne. Zuerst wird zu Mittag gegessen und der Grossteil des Gepäcks abgestellt. Danach brechen wir zu unserer Wanderung zur Zunge des Gletschers auf. Bereits nach einigen Minuten stossen wir dabei auf einen Felsen mit der Jahreszahl 1878. Uns wird erklärt, dass dies einerseits das Jahr kennzeichnet, in dem erstmals die Veränderungen des Gletscherstandes gemessen wurden, und andererseits der Gletscher damals bis zu diesem Punkt vorgestossen war. Diese Information wurde mit jeder Minute, die wir uns weiter von diesem Felsen wegbewegten, eindrücklicher, da die enorme Strecke und damit auch Masse, die der Gletscher seither verloren hat, deutlicher wurde. Auch auf dem weiteren Weg zeigen Informationspfeiler mit Jahreszahlen den Rückzug des Gletschers im Laufe der Zeit. Leider spielt das Wetter nicht ganz mit: Als wir uns der Zunge nähern, beginnt es zu regnen. Kurz vor Ende tritt ein Teil der Gruppe bereits den Rückweg an. Der Rest folgt Herrn Demierre noch bis zum Ende des Weges.

Wieder zurück im Hotel werden die Zimmer bezogen. Nach dem Abendessen, das wir im Restaurant des Hotels geniessen durften, versammeln sich alle, um gemeinsam das Halbfinalspiel zwischen England und Dänemark zu verfolgen.

Am nächsten Morgen stellt sich während dem Frühstück die Frage, ob die geplante Gondelfahrt zu Diavolezza möglich sein wird. Da die verschiedenen Wettervorhersagen sich einig sind, dass es in der Höhe stark winden und regnen soll, wird dieser Plan verworfen. Stattdessen bearbeiten wir soweit wie möglich den Rest des Skripts im Hotel. Für den Rest der Zeit dürfen wir selbst entscheiden, wie wir sie verbringen wollen. Die meisten erkunden noch verschiedene Wander- und Spazierwege, wovon viele zu eindrücklichen Aussichtspunkten führen. Wir treffen auch die Parallelklasse G4f noch an, die heute ihre Exkursion beginnt. Um halb zwei versammeln sich dann alle für den Heimweg. Zu unserer Freude hat die Rhätische Bahn am Ende einen Aussichtswagon. Wie auf der Hinreise müssen wir auch auf der Rückfahrt einen Umweg nehmen, kommen aber dennoch pünktlich am HB Zürich an.

Auch wenn aufgrund des Wetters nicht alles wie geplant verlief, war es eine gelungene Exkursion. Trotz der Pandemie einen Klassenausflug mit Übernachtung unternehmen zu können, hat uns einen Teil Normalität zurückgegeben, und wir konnten grossartige Erfahrungen gewinnen.