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Maturfeier des 128. Promotionsjahrgangs

  • 14. Juli 2021
  • Autor: KD

Am 2. Juli fanden sich unsere 62 Maturandinnen und Maturanden mit ihren Familien zu ihrer lang ersehnten Maturfeier in der Kirche Neumünster ein. Auch dieses Jahr wurde die Feier, der gegebenen Situation geschuldet, in zwei «Schichten» durchgeführt. Die Familien sassen mit Maske und mit Abstand in Grüppchen in den Kirchenreihen und die Zeugnisse wurden mit weissen Handschuhen verteilt und entgegengenommen. All diese Umstände, an die wir mittlerweile schon gewohnt sind, konnten der Feier jedoch nichts anhaben. Die Eltern waren gelöst und stolz und unsere Maturanden strahlten von innen und glänzten von aussen mit ausgesuchter Eleganz.

Eingestimmt wurde die von einer wohlwollenden Julisonne begleitete Zeremonie durch Leah Hoffmann an der Viola und Sofia Jorgic an der Harfe mit Saint-Saëns’ romantischem «Schwan». Den Auftakt zu den traditionellen Reden machte unser Rektor, Dr. Thomas Bernet. Nachdem er die Maturandinnen und Maturanden zunächst schalkhaft mit Göttinnen und Göttern des Olymps verglich, denen allen bekannterweise bestimmte Attribute zugesprochen werden, sprach er über die Attribute, die junge Menschen in der heutigen Zeit begleiten. Dabei durfte Corona natürlich nicht fehlen, aber auch die digitalen Geräte, die aus der Schule und der Freizeit nicht mehr wegzudenken sind, der Klimawandel, der Umgang mit Fakten beziehungsweise Fake News und, mit einem Augenzwinkern, der Genderstern.

Simone Zuffellato, Mutter des Maturanden Luca Zuffellato, sprach als Elternvertreterin der Klassen G6e und G6f und lobte das bereits Geleistete, verwies aber auch auf die Bedeutsamkeit von Bescheidenheit und Demut im Leben. Ausserdem wünschte sie den abgehenden Schülerinnen und Schülern, ihre Freundschaften, oder gar auch ihre amourösen Beziehungen, die sie am FGZ geschlossen hätten, möchten von Bestand sein, so wie die Beziehung ihrer eigenen Eltern, die sich am FGZ kennen und lieben lernten. Der Elternvertreter der Klassen G6g und G6h, Thomas Amstutz und Vater von Maturand Nic Amstutz, forderte in seiner mit vollem Körpereinsatz vorgebrachten Rede die maturae und maturi dazu auf, ihr Wissen und ihre privilegierte Situation zu nutzen und sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen, um etwas in den anstehenden Problemen unserer Zeit zu bewirken. Die Hopfensamen, die er verschenkte, dienten dabei als Erinnerung daran, dass das Malz noch nicht verloren sei. Die Reden von Laetitia von Planta und Fabio Rickenmann (beide G6e) beziehungsweise Chiara Baumann und Philip Nitsch (beide G6h) waren gleichsam geistreich und amüsant und boten einen luftigen Rückblick auf gemeinsam Durchgemachtes, auf «schulische Extremsituationen» in Form von sich nicht erschliessenden Lernzielen, Stichwort Landwirtschaftsvokabeln in Französisch oder Steinkunde, auf die Lockdownzeit und auf Eigenheiten ihrer Lehrerinnen und Lehrer, das Ganze gepaart mit Stolz, es geschafft zu haben, und einem Hauch von Wehmut, nun doch zu scheiden. Die abschliessende Rede unseres verehrten Schulvereinspräsidenten, Dr. Rudolf K. Sprüngli, war auch dieses Jahr durchdrungen von Zuversicht, Menschlichkeit und Wohlwollen.

Für Abwechslung zwischen den Reden sorgte Markus Stifter, unter dessen Leitung das Publikum auf hohem Niveau unterhalten wurde mit den reizenden Sängerinnen Noa Goren, Alexandra Keller, Hillevi Horrer und Naomie Ladner und den sie kompetent begleitenden Musikerinnen und Musikern Alexia Dengler, Leonard Eberle, André Meyer und Lawrence Fagan. Nicht unerwähnt darf der aussergewöhnliche Drittklässler Alexander Sahatci bleiben, der mit seinem Vortrag am Flügel mit dem Stück «Liebesleid» von Kreisler/Rachmaninoff für offene Münder und tiefe Bewunderung gesorgt hat. Bei einem von unserem unermüdlichen Jean-Charles Demierre, Geographielehrer und Mittagstischkoordinator, ausgerichteten Apéro vor der Schule fanden die beiden Feiern ihren würdigen Ausklang.