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Medientage am FGZ

  • 11. Februar 2022
  • Autor/in: Alexander Schneider, G4f

Während zweier Tage erhielten die 4. Klassen in der letzten Schulwoche vor den Sportferien einen Einblick in die Medienwelt. Ein fesselndes, aktuelles Thema, das vor allem uns Jugendliche fasziniert.

Am ersten Morgen befassten wir uns mit der Entstehung einer Serie, nämlich mit der Schweizer Komödie “Tschugger”. Nachdem wir uns die ersten zwei Folgen angeschaut hatten, hielt uns einer der Produzenten der Serie einen spannenden Vortrag. Dabei erklärte er uns das Drehbuch, in dem die Texte der Schauspieler, die Drehorte und die Requisiten notiert sind. Erstaunlich war, dass fast alles auf die Minute genau durchgeplant war und dass die Serie nicht in chronologischer Reihenfolge abgedreht, sondern von Drehort zu Drehort gearbeitet wurde. Das Spezielle an der Serie ist, dass auf Walliserdeutsch gesprochen wird. Der Produzent berichtete, dass es eine Herausforderung war, die richtigen Schauspieler zu finden, da es nicht viele gäbe, die diesen Dialekt sprechen könnten. Um ehrlich zu sein, habe ich fast kein Wort verstanden und war froh, dass es Untertitel gab. In der anschliessenden Fragerunde interessierte uns Schüler, ob eine solche Serie rentiere. So lernten wir, dass europäische Filme fast immer ein Verlustgeschäft seien, so auch diese Serie. «Tschugger» sei von Kulturgeldern abhängig.

Am Nachmittag lernten wir in einer weiteren Präsentation mehr über Fake News, was man darunter versteht, wie man Fake News erkennen kann und wie und warum solche überhaupt entstehen. Der Vortrag war interaktiv, so dass wir unsere Ideen und Antworten auch einbringen konnten. Im Anschluss daran konnten wir verschiedene Aufgaben lösen, die uns dabei helfen sollten, Fake News zu enttarnen und aufmerksamer zu sein beim Konsum von Medien.

Am letzten Tag erzählte uns der Journalist Nils Pfändler von seinem Beruf und seiner Arbeit bei der NZZ. Um uns seine Arbeit näherzubringen, zeigte er uns die verschiedenen Schritte, die es braucht, bis ein Artikel entsteht, auf. Als Beispiel wählte er einen Artikel, den er erst kürzlich über Drag Queens aus der schwulen Szene in Zürich verfasst hatte. Schreiben sei nur ein kleiner Teil des Journalismus, der je nachdem sehr viel Spass machen, manchmal aber auch frustrierend sein könne. Für die Recherche traf er Experten und Protagonisten persönlich und führte Interviews und Gespräche. Alles in allem brauchte er für den Artikel drei Monate und sammelte dabei neben Dutzenden Fotos über 100 Minuten Audiomaterial und 14 Seiten Text. Anschliessend informierte er uns auch noch über die NZZ als solche. Diese hat 809 Mitarbeiter, von denen die meisten in der Schweiz arbeiten, einige davon aber auch Korrespondenten sind, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Als der Vortrag zu Ende war, lasen wir selbst einzelne Artikel aus der NZZ und verfassten am Nachmittag dann unsere eigenen Artikel.

 

Alles in allem haben wir in diesen zwei Tagen viel Interessantes über die Welt der Medien gelernt, insbesondere wie Filme und Artikel produziert werden, warum Journalismus wichtig für unsere Gesellschaft ist und warum Fake News schädlich sind.