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"Ein stetes Hämmern im Kopf, eine getrübte Sicht und ein latentes Engegefühl" - Bericht von den Bauarbeiten am FGZ

  • 21. Oktober 2019
  • Autor: AE

Ein stetes Hämmern im Kopf, eine getrübte Sicht und ein latentes Engegefühl – nein, das sind nicht die Symptome der aktuellen Herbstgrippe, aber so oder ähnlich hat sich wohl der eine oder andere kerngesunde FGZ-ler zwischen Sommer- und Herbstferien immer mal wieder gefühlt. Während nämlich in den Schulzimmern wie gewohnt Mathe, Biologie oder Französisch gepaukt wurde, machte sich eine Armada von Handwerkern an den Eingeweiden unseres Schulhauses zu schaffen. Es wurde gebohrt, gespitzt, gehämmert und Staub produziert, was das Zeug hielt. Es ging ja schliesslich auch ums Wesentliche, von der geistigen Nahrung einmal abgesehen: Die Küchen-Service-Räume und die gesamte Toilettenanlage wurden erneuert.

47 Jahre lang waren sie im Dienst, die Toiletten im FGZ. Eine stolze Leistung, aber auch höchste Zeit für eine Pensionierung und Neubesetzung. Nicht immer und immer weniger oft war es in den letzten Jahren nämlich eine Freude, das stille Örtchen aufzusuchen und unser Hausdienst hatte wiederholt mit verstopften und überlaufenden Toiletten zu kämpfen. Diesem Zustand schob unsere Architektin Rita Schiess nun einen Riegel. Und weil die fünf Wochen Sommerferien für das Grossprojekt nicht reichten, strahlten unseren Schülerinnen und Schülern am ersten Schultag fünf WC-Container vor dem Schulhaus entgegen, welche den Gang zum stillen Örtchen während ein paar Wochen zu einem Outdoor-Projekt machten. Ein (Her)austreten aus der Komfortzone ist das zwar nur bei schlechtem Wetter, dennoch wird die Freude wahrscheinlich gross sein, wenn die «echten» Toiletten drei Wochen nach den Herbstferien in neuem Glanz und jungfräulich schön aus dem Bauschutt auferstehen. Zusätzlich zur Sanierung der Toilettenstränge wurde auf mehreren Etagen eine behindertengerechte WC-Kabine mit integrierter Dusche eingerichtet, die Sanitärausstattung wurde komplett erneuert und durch moderne WC-Trennwände, neue Decken und Beleuchtungen ergänzt.

Das zweite Projekt, die Erneuerung der Küchen-Service-Räume, wird von den Schülerinnen und Schülern wahrscheinlich weniger wahrgenommen als die WC-Sanierung. Dies vor allem auch deshalb, weil die Küche und damit unser leibliches Wohl während des Schultages nicht davon tangiert sind. Hintergrund des Umbaus ist die Tatsache, dass unser Mensabetrieb in den vergangenen Jahren stark ausgebaut wurde. Es nehmen mehr SchülerInnen als früher bei uns das Mittagessen ein und es besteht Nachfrage nach einem grösseren Pausen- und Zwischenverpflegungsangebot. Die bisherigen, sehr rudimentären Lager- und Kühlräume, genügten diesen Anforderungen nicht mehr und müssen ausgebaut werden. Die Idee unserer Architektin, diese Serviceräume im ehemals oberen Velokeller anzusiedeln, stiess anfänglich bei einem Teil der Lehrerschaft auf grösseren Widerstand. Nur schwer vereinbar schien die Aufhebung eines Velokellers mit der unbestritten wichtigen Veloförderung. Nachdem die verschiedenen Bedürfnisse auf den Tisch gebracht und das Projekt Serviceräume an die Versicherung gekoppelt wurde, in naher Zukunft eine gute Outdoor-Lösung für alle Velofahrenden umzusetzen, konnte aber auch für dieses Bauvorhaben der Startschuss gegeben werden. Im Gegensatz zu den Toiletten, welche voraussichtlich drei Wochen nach den Herbstferien eingeweiht werden können, wird die Fertigstellung der Serviceräume noch bis zu den Weihnachtsferien dauern. Da diese Arbeiten aber einen eher peripheren Teil des Schulhauses betreffen, darf damit gerechnet werden, dass das Hämmern im Kopf, die vom Staub getrübte Sicht und das Engegefühl Ende Oktober Vergangenheit sind. Ausser natürlich sie erwischt uns wirklich, die Herbstgrippe.