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Am Puls der Forschung: FGZ-Schüler/innen testen neuste Assistenzsysteme an der ETH

  • 10. Dezember 2019
  • Autor: Schüler aus dem 4. Kurzgymnasium

Die Klasse G4g mit Schwerpunktfach «Anwendungen der Mathematik und Physik» hatte dieses Semester die einmalige Gelegenheit, ein Projekt bei ETH Cybathlon durchzuführen. Hinter Cybathlon steht gemäss ETH ein «einzigartiger Wettkampf, bei dem sich Menschen mit Behinderungen beim Absolvieren alltagsrelevanter Aufgaben mittels modernster technischer Assistenzsysteme messen» können (www.cybathlon.ethz.ch). Die Klasse durfte bei diesem Projekt in verschiedenen Gruppen sogenannte «Exoskelette» bauen, die mit Greifern versehen waren und die zum Schluss bestimmte Alltagsaufgaben bewältigen mussten. Es berichtet ein Schüler aus der Klasse G4g:

Die ersten Stunden waren der Entwicklung gewidmet und wir mussten uns Gedanken machen, welche Funktionen die Greifer unserer «Exoskelette» haben sollten, um die entsprechende Aufgabe durchführen zu können und um diese dann dementsprechend zu entwerfen. Die für die Greifer zu lösenden Aufgaben waren Alltagshandlungen wie zum Beispiel eine Tasse mit Wasser einzuschenken oder ein Streichholz aus einer Schachtel zu holen. Als Unterstützung stand uns dabei ein Programm zur Verfügung, mit dem wir die Arme entwickeln konnten und welches uns dann auch ermöglichte, die genauen Masse für die Greifarme zu errechnen und zu bestimmen. Das Programm konnte diese Daten übernehmen, um anschliessend die Arme mittels 3D-Drucker auszudrucken.

Als nächstes besuchten wir die ETH und konnten dort beobachten, wie die Arme mit dem 3D-Drucker hergestellt wurden. Wir sahen, wie die Greifer, die wir entworfen hatten, mit Hilfe eines Lasers aus Holz ausgeschnitten wurden. Danach hatten wir nochmals die Chance, unsere Greifer und die Arme zu verfeinern.

Am Ende dieses Besuchs an der ETH durften wir dann auch noch SwissProsthetics besuchen. SwissProsthetics ist ein Schweizer Unternehmen, das mit Hilfe von 3D-Druckern Prothesen für Kinder mit körperlichen Einschränkungen entwickelt. In der letzten Stunde verfeinerten wir die Greifer nochmals weiter und testeten diese dann auch, denn am Ende stand ein Wettkampf vor uns, bei dem es darum ging, welches unserer «Exoskelette» bestimmte Alltagsaufgaben am schnellsten lösen konnte. Die Gruppe von Niklas, Luca, Timoteo, Leonard und Janis konnte mit ihrem Produkt diesen Wettkampf für sich entscheiden.

Das Projekt an der ETH gefiel uns allen sehr gut und wir haben viel Neues gelernt. Es war beeindruckend zu sehen, wie die neuste Technologie Menschen mit Behinderungen im Alltagsleben helfen kann.