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Christine Aerne, neue Prorektorin am FGZ

  • 19. Oktober 2017
  • Autor: VA / Foto: SK

Die neue Prorektorin des Freien Gymnasiums Zürich und Nachfolgerin von Hans Rudolf Bühlmann heisst Christine Aerne Corcoran. Sie wird sich im Laufe des aktuellen Schuljahres in ihre neue Aufgabe einarbeiten und ihr Amt auf Beginn des Schuljahres 2018/19 antreten. Mit Christine Aerne figuriert erstmals in der fast 130-jährigen Geschichte unserer Schule eine Frau in der Schulleitung.

Christine Aerne studierte Romanistik an der Universität Zürich und unterrichtet seit 21 Jahren als Französisch- und Italienischlehrerin am FGZ. Im Gespräch erweist sie sich als eine Lehrerin, die sich auch nach mehr als zwei Jahrzehnten des Schulegebens immer noch sehr für ihre Unterrichtsfächer zu begeistern vermag. Sie bezeichnet sich als eine glückliche Lehrerin, die eigentlich ganz gerne so weitermachen würde wie bisher und sich nur schwer vorstellen kann, einen Teil ihrer Klassen zugunsten anderer Aufgaben abzugeben. Was hat sie also dazu gebracht, sich für den Posten in der Schulleitung zur Verfügung zu stellen?

Zunächst gilt es festzuhalten, dass Frau Aerne in verschiedener Hinsicht für diese Führungsaufgabe absolut prädestiniert erscheint: Sie ist eine im FGZ-Kollegium breit verankerte und ob ihrer Kollegialität und Professionalität sehr geschätzte Persönlichkeit, die nicht nur die DNA unserer komplexen Schule genauestens kennt, sondern auch schon seit vielen Jahren ein überdurchschnittliches Engagement zeigt. Dies manifestiert sich in erster Linie in ihrer Tätigkeit in der Steuergruppe, wo sie mit der Schreibschule und den Langlektionen zwei basale und langfristige Projekte mitgestaltet hat. Beide Projekte liegen ihr insofern besonders am Herzen, als diese, wie sie betont, für ein Mehr an Verstehen und Vertiefen stehen.

Die Entscheidung, sich für die Stelle als Prorektorin zu bewerben, sei somit nicht über Nacht gekommen, sondern das Resultat eines längeren Reifeprozesses. Sie sei einerseits „eine neugierige, mental manchmal etwas unruhige Person, die gerne immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wird und die am glücklichsten ist, wenn man ihr ein Projekt in die Hände gibt“. Andererseits sei aber auch die Tatsache ausschlaggebend gewesen, dass ihr das FGZ sehr am Herzen liege und sie es als wichtig erachte, dass sich Leute in der Schulleitung engagieren, welche mit unserer Schule vertraut sind und ihr Sorge zu tragen vermögen.

Das FGZ ist in den Augen Christine Aernes dank der vergangenen und der aktuellen Schulleitung bestens aufgestellt. Somit wird ihr Fokus als neue Prorektorin nicht in erster Linie auf Erneuerung, sondern viel eher auf Bewahrung liegen. Eine der Kernaufgaben der Schulleitung sieht sie in der Auswahl, Unterstützung und Stärkung der Lehrerinnen und Lehrer, weil sie in einer vertrauensvollen und wertschätzenden Beziehung zwischen Schulleitung und Lehrerschaft die beste Basis sieht für ein pädagogisches Engagement, das – wie am FGZ ausgeprägt gepflegt – weit über die reine Wissensvermittlung hinausgeht.

Was bedeutet Christine Aerne die Tatsache, dass sie in der Geschichte des FGZ die erste Frau in der Schulleitung sein wird? Dieser Umstand erfüllt sie mit grosser Freude. Auch wenn für sie Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Frau immer eine absolute Selbstverständlichkeit waren, sei ihr gerade mit der Wahl zur ersten Schulleiterin des FGZ wieder bewusst geworden, dass auch in unserer Kultur in Sachen Gleichberechtigung noch „viele erste Schritte“ getan werden müssten. Mit ihrer Präsenz als Prorektorin werde sie für die Schülerinnen das Signal aussenden, dass sie als Mädchen und junge Frauen diskussionslos das Gleiche fordern und erreichen könnten wie die männliche Schülerschaft. Das erfülle sie mit Stolz und Genugtuung.

Das Freie Gymnasium Zürich erhält – so viel darf bereits heute gesagt werden – eine höchst kompetente und sympathische neue Prorektorin, die zweifellos Garantin für die Kontinuität der hohen Qualität unserer Schule sein wird und in der Lage ist, dem FGZ viele wertvolle Impulse zu verleihen.