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Die Maturitätsfeier 2017 – ein festlicher „Marathon“

  • 10. Juli 2017
  • Autor: VA

Die Maturitätsfeier oder, etwas altertümlicher, Maturanden-Entlassungsfeier kommt am Freien Gymnasium einem festlichen „Marathon“ gleich. Sie dauerte – dieses Jahr für einmal wieder abgehalten im klassizistischen Ambiente der Kirche Neumünster – nicht weniger als eindreiviertel Stunden, eine Zeitspanne, welche ob des rednerisch und musikalisch Gebotenen dennoch wie im Fluge verrann.

Rektor Dr. Thomas Bernet führte dabei wie immer souverän Regie und geleitete das opulent aufgemachte Auditorium mit feierlichen, dann und wann von leisem Humor durchwirkten Worten durch die Veranstaltung. In den verschiedenen rhetorischen Beiträgen wurde die ganze Tonleiter zwischen intellektuellem Höhenflug, ernster Ermahnung, dankbarem Rückblick und sprühendem Schalk bespielt: Es sprachen, als Festredner, Dr. Daniel Daeniker*, Anwalt und Vater eines Maturanden, in der Folge der Präsident des Schulvereins, Dr. Rudolf K. Sprüngli, sowie, als Vertreter der Maturanden, Georgina Föhn und Dominik Senti, die beiden letzteren abwechselnd in deutscher und englischer Sprache.

Unter der musikalischen Ägide von Markus Stifter (und seines dynamisch vorwärtstreibenden Basses) wurde die Abschiedsfeier von den mitreissenden Rhythmen der hauseigenen Schülerband untermalt – gipfelnd im abschliessenden, den Anlass sozusagen auf den Punkt bringenden „Ein Hoch auf uns“. Für die leiseren Töne zeigten in beeindruckender Manier die beiden Maturandinnen Veronica Buchmann und Yael van der Geest verantwortlich, erstere mit ihrer besinnlichen Interpretation des „Hallelujah“ (von Leonard Cohen), letztere am Klavier mit einer subtil vorgetragenen Nocturne von Frédéric Chopin.

Die Überreichung der Maturitätsausweise bildete einmal mehr Zentrum und Höhepunkt der Veranstaltung. Eingeleitet jeweils von kurzen Statements der drei Klassenlehrer, Klaudija Kordic, Jean-Charles Demierre und G. Valle, nahmen die Maturandinnen und Maturanden der 124. Promotion freudestrahlend ihre Maturzeugnisse aus den Händen des Rektors entgegen. Der Abschied sei, so sagt Salvador Dalí, die Geburt der Erinnerung: Und ganz in diesem Sinne verabschiedete sich eine weitere Generation erfolgreicher FGZ-Absolventen von unserer Schule und wird zweifellos in bester Erinnerung verbleiben.

* Im kommenden Jahresbericht wird die geistreiche Festrede von Dr. Daniel Daeniker in vollem Umfang abgedruckt.