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Die Maturitätsfeier 2019 – ein „Wechselspiel“ von rhetorischen und musikalischen Höhepunkten

  • 08. Juli 2019
  • Autor: VA

Die festlich geschmückte Kirche Neumünster, das erwartungsfrohe, gediegene Publikum aus Eltern, Geschwistern und Anverwandten, die sechzig Maturandinnen und Maturanden der 126. Promotion – „fröhlich, frisch, feierlich, farbenfroh und vergnügt – bereit, die Schule heute Abend zu verlassen“, wie Rektor Dr. Thomas Bernet sie in seiner Begrüssung beschrieb –, dazu, mit einem lachenden und einem weinenden Auge, Lehrerinnen und Lehrer: Alles war an diesem heissen Tag des endenden Monats Juni angerichtet für die opulente Maturitätsfeier 2019 des Freien Gymnasiums Zürich.

Rektor Bernet führte wie immer souverän, witzig, gelegentlich auch nachdenklich durch die eineinhalb Stunden der Feier, die einem „Wechselspiel“ von rhetorischen und musikalischen Höhepunkten gleichkam. Die eigentliche Festansprache, traditionsgemäss von dem Elternteil eines Maturanden gehalten, beinhaltete ebenso persönliche wie aktuelle politische Reflexionen aus der Feder von Adrian T. Keller, dem Vater von Max Keller, der es sich nicht nehmen liess, der ganzen Generation der Maturand/innen ein Exemplar des ausserordentlich lesenswerten Buches Factfulness von Hans Rosling zu schenken. Für die Maturand/innen sprachen Alyssia Matter (Klasse O63) und Konstantinos Bailas (Klasse O61), die ihre Abschiedsworte abwechselnd in englischer resp. deutscher Sprache formulierten. Musikalisch wurde das Auditorium in jeglicher Hinsicht verwöhnt, wobei eigens Komponiertes neben Interpretiertem, Klassisches neben moderneren Rhythmen, Instrumentelles neben Vokalem seinen Platz fand – und dies alles, wie immer unter der Leitung resp. tatkräftigen Führung (am Bass) von Markus Stifter, dargeboten von den Maturandinnen und Maturanden höchstselbst: Flavia Lopreno, Gesang (unterstützt von den beiden Schülerinnen Hillevi Horrer und Alexandra Keller); Lhena Heimgartner, Querflöte; Lukas Walker, Klavier und Synthesizer; Max Keller, Gitarre und Gesang; Luca Kaczynski, Cello; Jérôme Schüpbach, Gesang; Sébastien Bagdasarianz (Schüler), Drums.

Bevor nicht weniger als zwölf Maturand/innen mit einer Durchschnittsnote von über 5.3 als Beste des Jahrgangs ausgezeichnet wurden, waren die Maturitätszeugnisse aus den Händen des Rektors überreicht worden, begleitet von kurzen Worten der Klassenlehrerin Andrea Boschung sowie der beiden Klassenlehrer Olivier Schwander und Doron Toggenburger. Letzterer zitierte dabei Albert Einsteins augenzwinkerndes Diktum: „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ Damit dürfte er den erfolgreichen Maturandinnen und Maturanden der 126. Promotion durchaus ein wenig aus der Seele gesprochen haben.