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Eröffnungsfeier in der Kirche Neumünster zum Semesterbeginn

  • 05. März 2018
  • Autor: KD

Während draussen die russische Kältepeitsche knallt, «the beast from the east» also für ungemütliche Temperaturen sorgt, erwärmt in der Kirche Neumünster zu Semesterbeginn am 26. Februar die Melodie der Chanson «L’aigle noir», umwerfend vorgetragen von Iona Biggart, die Gemüter des zahlreichen Publikums: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer des FGZ und auch einige kälteresistente Eltern. Dass Französisch nicht nur wundervoll klingt, sondern auch, richtig angewandt, beim Flirten hilft, erklären uns die zwei Maturanden Chiara Koch und Lucas Dodgson aus der O61, die stellvertretend für ihren Jahrgang die Maturandenrede halten dürfen. In einem grossen Rückblick über das breite Spektrum des Gelernten und Erlebten in den nun schon fast verflossenen sechs Jahren am FGZ heben sie eine Erkenntnis besonders hervor: Lehrer sind auch nur Menschen. Dr. Hans-Peter Müller, in diesem Quartal stellvertretender Rektor des FGZ, zeigt in seiner Rede denn auch umgehend seine menschliche Seite, indem er sich als passionierter Verfolger der Olympischen Spiele bekennt. Gekonnt schlägt er den Bogen von den Sportlern im Spitzensport zu unseren Schülern, die, Olympiateilnehmern gleich, auch hart arbeiten, unermüdlich trainieren, Niederlagen einstecken, aber auch Siege feiern, sich motivieren, Durchhaltewillen und mentale Stärke beweisen und nicht zuletzt auch auf ein wenig Glück angewiesen sind. Mit Misserfolgen umgehen können sei im Zusammenhang mit verpatzten Prüfungen oder Projekten ein Garant fürs Weiterkommen. Wütend sein, sich ärgern, all dies gehöre dazu, doch danach folge die Phase der Analyse: »Es lohnt sich auch für euch, liebe Schülerinnen und Schüler, nach einer sogenannt schlechten Prüfung genau hinzuschauen: Untersucht, in welchen Aspekten ihr euch trotz allem verbessert habt, identifiziert aber auch die Schwachpunkte, bei denen ihr verstärkt ansetzen müsst. Diese Analyse ist nicht immer einfach: Holt euch Hilfe bei euren Lehrpersonen (oder auch bei euren Mitschülern), wie das die Olympioniken auch bei ihren Trainern und Trainingspartnern machen.» Bei all diesen Überprüfungen, Trainingsprogrammen und mentalen Aufbaumethoden dürfe aber einer der wichtigsten Punkte nicht in Vergessenheit geraten, nämlich die Freude an der Sache. Freudig werden auch die Austauschschüler aus Singapur willkommen geheissen, die bereits seit zwei Wochen bei ihren FGZ-Gastfamilien wohnen, darüber hinaus die neuen Mitarbeiter Frau Justyna Schär (Sekretariat), Herr Andreas Meier (Physik) und Herr Philipp Lüber (Französisch). Den musikalischen Abschluss bildet das Stück «Too Good At Goodbyes», gewohnt souverän vorgetragen von Zelia Bjordal und Jérôme Schüpbach.

Aufgewärmt durch die Motivationsrede des Rektors und durch die modernen und klassischen musikalischen Beiträge stürmen die Schülerinnen und Schüler darauf zum Unterricht, ob aufgepeitscht durch die Motivationsrede oder auf der Flucht vor der russischen Peitsche bleibe dahingestellt.