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FGZ-Schüler am Nationalen Zukunftstag

  • 10. November 2016
  • Autor: Schülerinnen und Schüler der 2. Klassen

Auch in diesem Jahr öffneten am nationalen Zukunftstag vom 10. November 2016 hunderte von Betrieben, Firmen und Fabriken ihre Türen für Schülerinnen und Schüler – so auch für Schüler unserer Schule. Unter dem Motto «Seitenwechsel» bietet der Zukunftstag Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, während eines Tages Einblick in die Arbeitswelt zu nehmen, um so nicht nur neue Eindrücke zu gewinnen und die eigenen Zukunftsperspektiven zu erweitern, sondern auch Berufe kennenzulernen, die traditionellerweise dem anderen Geschlecht zugeordnet werden.


Von ihren Eindrücken aus der Arbeitswelt berichten Schülerinnen und Schüler unserer Schule:


Am Zukunftstag besuchten wir eine Fabrik einer führende Firma im Bereich Mundgesundheit und Dentalprophylaxe, die seit 1972 existiert. Alle Produkte werden in der Schweiz entwickelt. Die Firma stellt in erster Linie Zahnbürsten und Zahnpasten sowie andere Produkte zur Mundhygiene her und vertreibt diese weltweit.
Morgens um 9 fuhren wir los zur Fabrik, die in Appenzell liegt. Dort werden nur die Zahnbürsten hergestellt. Der Fabrikleiter begrüsste uns und führte uns zwei Stunden lang durch die Fabrik. Zuerst erzählte er uns etwas über die Fakten: Die Maschine stellt 12-50 Zahnbürsten pro Minute her und wenn man das hochrechnet, sind es etwa 10-12 Millionen Stück pro Jahr. Daran erkennt man schon, dass die Maschine ziemlich schnell arbeitet. Zur Herstellung verbraucht man pro Woche 12 Tonnen Material. Die Maschine ist voll automatisch, denn sie fährt um Mitternacht automatisch herunter und um 5:00 Uhr morgens wieder hoch. Sie hat auch Kameras, das heisst, man könnte von zuhause aus kontrollieren, ob alles noch funktioniert. Nächstes Jahr soll ein neues Gebäude gebaut werden, damit man noch mehr Zahnbürsten produzieren kann und alles noch automatischer wird. Bereits jetzt läuft fast alles vollautomatisch. Mitarbeiter sieht man in der Fabrik fast keine. Sie kontrollieren die Maschine.
Nach dieser Einführung wurde uns die Maschine gezeigt, die die Zahnbürsten herge-stellt. Die Zahnbürsten sind ganz farbig, auch die Borsten. So gibt es zum Beispiel eine grüne Zahnbürste mit rosa Borsten. Die Maschine ist riesig, denn der ganze Herstellungsprozess wird von dieser einen Maschine bewältigt. Zuerst wird das Material, aus dem die Zahnbürste entsteht, geschmolzen. Dann wird die Masse in die richtige Form gebracht und zum Schluss abgekühlt. Nachher werden die feinen Borsten vorne an der Zahnbürste mit einer Geschwindigkeit von etwa 900 Umdrehungen pro Sekunde eingestochen. Danach kontrolliert ein Scanner, ob alles mit den Zahnbürsten in Ordnung ist. Dann leert die Maschine die Zahnbürsten in einen Karton. Zum Schluss durften wir die einzelnen Kartons kontrollieren und die Zahnbürsten noch nach Farbe sortieren. Das war ziemlich anstrengend.

 

Ich habe am Zukunftstag eine Bäckerei besucht. Ich konnte viel in Erfahrung bringen über den Beruf «Konditor-Bäcker». In der Firma gibt es mehrere Abteilungen, wie die Patisserie, Konfiserie und Bäckerei. Über die Herstellung des gesamten Angebotes habe ich viel erfahren. Das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit. Es war insgesamt ein sehr aufschlussreicher Tag.

 

Meinen Zukunftstag habe ich bei einem Coiffeur verbringen dürfen. Ich habe an diesem Tag sehr viel erlebt und gelernt. So habe ich einen Einblick bekommen, wie man zum Beispiel Kunden empfängt, mit ihnen umgeht und auf de-ren unterschiedliche Befindlichkeiten eingeht (oder es zumindest versucht). Ich durfte natürlich nicht bei den Kunden friseurtechnisch agieren, aber dafür gab es eine Friseurpuppe, an der ich meine kreative Seite sozusagen austoben durfte. Mir ist an diesem Tag bewusst geworden, dass das Arbeitsleben im Vergleich zu un-serem Schulleben stressreicher ist und mir haben am Abend meine Füsse und der Rücken vom langen Stehen ziemlich geschmerzt. Jedoch muss ich abschliessend sagen, dass es mir viel Spass bereitet hat, ich nette Menschen kennengelernt habe, einen guten Einblick in das Arbeitsleben eines Coiffeurs erlangt habe und ich viele tolle Erfahrungen sammeln konnte.

 

Bildnachweis: www.nationalerzukunftstag.ch