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Spannende Einblicke in die Welt der MINT

  • 07. Oktober 2016
  • Autor: Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen

Wie jedes Jahr fand auch dieses Semester in der Woche vor den Herbstferien für alle vierten Klassen des FGZ die sogenannte MINT-Woche statt. MINT steht hierbei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ein Ziel dieser Woche war es, den Schülern einen kleinen Einblick in verschiedene Themen zu ermöglichen. Mit welchem Thema sich die Schüler befassen wollten, konnten sie selber entscheiden.

Vier Gruppen berichten hier über jeweils einen Anlass aus den äusserst vielfältigen Programmen ihrer jeweiligen Themenbereiche:

 

Informatik

Im Rahmen der diesjährigen MINT-Projektwoche hatten wir die Gelegenheit, an einem Robotik-Projekt zu arbeiten. Das Ganze entpuppte sich als komplexer als wir uns das vorgestellt hatten.

Wir entschieden uns für das Thema Informatik. Am zweiten Tag dieser MINT-Woche war für uns ein ganzer Tag zum Thema Robotik eingeplant. Wir bekamen den Auftrag, einen Roboter zu konstruieren und vor allem auch zu programmieren. Er sollte danach aus einem willkürlich gewähltem Labyrinth den Ausgang finden. Als Baumaterial bekamen wir ein Set von Lego Mindstorms, aus welchem wir den Roboter mit Rädern konstruieren sollten. Das Bauen des Roboters hat uns schon sehr viel Zeit gekostet. Immer wieder traten Probleme auf, welche mit viel Geschick und Fantasie gelöst werden mussten. Kurz vor der Mittagspause war schliesslich auch die letzte Gruppe fertig. Nach dem Mittagsessen ging es ans Programmieren. Dies bestand aus einem langem hin und her, indem dem Roboter neue „Befehle“ gegeben wurden und diese dann gleich in der Praxis mit dem Roboter ausprobiert wurden. Nach einigen Stunden weiterer, teils mühsamer Arbeit wollten wir dann unsere Roboter in einem kleinen Labyrinth auf die Probe stellen. Das Resultat war ernüchternd: Leider schaffte es keiner der Roboter aus dem Labyrinth. Immerhin zwei scheiterten aber erst ein paar Zentimeter vor dem Ziel. Nichtsdestotrotz hat uns dieser Tag extrem gefallen. Wir haben gelernt, dass eine für uns an sich einfache Aufgabe nur schwer auf einen Roboter übertragen werden können.

 

Life Science

Wir alle lieben Teigwaren. Es gibt sie in allen Formen und Farben, doch wie werden dieses eigentlich hergestellt?
Jowa ist ein Back- und Teigwarenunternehmen, welches für die Migros produziert. Wir besuchten die Jowa Fabrik in Buchs, welche für die Teigwarenproduktion der Eigenmarke von Migros zuständig ist. Sie produzieren Kurzwaren (Penne, Spiralen, Hörnli…), Langwaren (Spaghetti) und die hochwertigeren Teigwaren, die sogenannten Nester.

Ihre Herstellung beginnt gleich: Zuerst muss der Teig zubereitet werden, der aus Mehl, Wasser, Salz und Ei besteht. 70% der Schweizer bevorzugen Teigwaren mit Ei. Hingegen konsumieren nur 30% Teigwaren mit ausschliesslich Wasser als Inhaltsstoff, also Teigwaren nach italienischer Art. Anschliessend wird dieser Teig gepresst und durch verschiedene Pressformate gedrückt; dann beginnt der wichtigste Teil: Die Trocknung, den Teigwaren werden durch Erhitzung 87% Wasser entzogen, bis sie genug hart sind, um sie nach der Abkühlung zu verpacken und auszuliefern.

Die Jowa Fabrik produziert ausschliesslich in der Schweiz, somit sind auch die Produkte teurer, doch immer mehr Kunden kaufen die preiswerteren italienischen Teigwaren und legen keinen besonderen Wert auf Schweizerqualität. Die Jowa Fabrik achtet sehr auf Nachhaltigkeit, indem sie die Restwärme des Abfallkonzerns in Buchs braucht. Also liegt es allein an uns, welchen Konzern wir unterstützen und wie wir die Zukunft der Teigwarenfabrik Jowa gestalten.

 

Nachhaltigkeit

Nach einer guten theoretischen Einführung zur Photovoltaik und zur Solarkraft machten wir uns selbst an die Arbeit. Unser Ziel war es, ein kleines Spielzeugauto mit Hilfe von Solarenergie in Betrieb zu setzen. Der erste Schritt besteht darin, dass wir Solarzellen miteinander verbinden und somit ein elektrisches Stromnetz erstellen. Für den zweiten Schritt haben wir die Solarzellen auf ein Styroporbrett geklebt und dieses wiederum am Auto befestigt. Nun folgte der entscheidende dritte Schritt: Das Auto und die Solarzellen wurden mit zwei Kabeln miteinander verbunden. Diese zwei Kabel leiteten den aus Solarzellen gewonnenen Strom direkt an die Batterie weiter. Und tatsächlich: Unser Auto konnte mit Hilfe von Solarenergie fahren. Der Workshop hat viel Spass gemacht und wir haben viel über Solarenergie gelernt.

 

Technik und Bau

Am Dienstagnachmittag haben wir die SR Technics am Flughafen Zürich Kloten besucht. Wir sind durch den Security Check auf die Aussichtsplattform und von dort zum SR Technics-Gebäude gelangt. Davor bekamen wir noch gelbe Westen und als wir aus dem Bus, der uns zur SR-Technik fuhr, ausgestiegen sind, gab es erstmal eine kleine Einleitung zum Thema und die Aufgaben der SR Technics. Als erstes wurden wir um ein Flugzeug, welches ausserhalb des Gebäudes stand, herumgeführt. Wir sind an verschiedenen Stellen des Flugzeugs stehen geblieben und uns wurden verschiedene Sicherheitsmassnahmen, Funktionen und Überprüfungstests gezeigt und die Geschichte der SR Technics und grundlegende Fakten zur Flugzeugsicherheit erläutert. Nach einer langen und genauen Einführung sind wir dann schlussendlich auch in das SR Technics-Gebäudes gegangen. Wir befanden uns nach dem Eintreten in einer grossen Halle, wo es möglich ist, bis zu vier kleinere Flugzeuge zu lagern und zu warten. Wir hatten unheimliches Glück, da ein SWISS-Mitarbeiter in der Nähe war und uns erlaubte, einen Blick in das dort stehende Flugzeug, eine halbwegs neue Boeing 777, zu werfen. Drinnen liefen wir durch die Economy-, die Business- und die First-Class, auch ins Cockpit durften wir hinein. Nach dem Besuch in die Boeing 777 wurden wir durch weitere Hallen mit verschiedenen Schwerpunkten geführt. Der Ausflug war sehr spannend und es hat jedem einzelnen gefallen.