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Spannende Projektwoche an der ETH Zürich

  • 26. März 2018
  • Autor: Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen

In der Woche vor den Sportferien nehmen die Schülerinnen und Schüler unserer 4. Klassen jeweils an einer Projektwoche in der ETH Zürich teil. Die zwei kurzen Berichte über die letzten zwei Tage an der ETH streichen die Programm- und Themenvielfalt dieser aussergewöhnlichen Woche hervor.

Am Donnerstag stand zunächst eine Führung im Campus der «ETH Hönggerberg» auf dem Programm. Im Anschluss haben uns Fachleute die Studienrichtung «Materialwissenschaft» an der ETH vorgestellt. In diesem Fach geht es darum, verschiedenste Materialien genau zu beobachten und zu analysieren, die uns in Zukunft vielleicht helfen werden. Das ganze Thema ist sehr breit und man kann nach dem Studium in ganz verschiedene Richtungen gehen. Ein sogenannter «Junior Scientist» hat uns Oxyde vorgestellt. Er forscht schon seit 27 Jahren am gleichen Problem. Die Zeit, die er für seine Forschung investiert, hat uns sehr beeindruckt! Anschliessend wurden uns verschiedene Experimente zum Magnetismus vorgeführt. In einem anderen Workshop haben wir Schüsselanhänger aus Metallen mit unseren Initialen darauf hergestellt und das Labor mit einer Maschine, welche Nanometer der Oberfläche von Metallen extrahieren kann, angeschaut. Ein Professor hat uns dann noch seine Arbeit mit Reibung vorgestellt, während uns ein anderer Professor Polymeres (Plastik) gezeigt hat. Am Ende haben wir eine Maschine angeschaut, welche Oberflächen von einem Objekt anzeigt und kleine Ritze darauf einzeichnen kann. Ein Ziel dieser Forschungsgruppe ist es, ein Material herzustellen, welches Knorpel ersetzen soll. Der Tag war sehr vielfältig und interessant, aber auch intensiv. Wir waren am Ende alle definitiv müde, haben aber viel Spannendes mitgenommen.

Das Thema am letzten Tag unserer spannenden wie auch interessanten Woche war «Soft Material». Die Studenten gaben uns einen Rundgang durch ihre verschiedenen Projekte und erklärten uns bis ins Detail, worauf es ankam, wonach sie genau suchten und wie sie dies in der realen Welt vielleicht umsetzen können. Vor allem hat uns das Projekt beeindruckt, bei dem eine russische und eine Italienische Studentin gemeinsam die Farbbildung eines Käfers untersuchten. Sie fanden heraus, dass der Käfer keine Farbpigmente besitzt, sondern eine spezielle Struktur in der Zellmembran, die diese Farberscheinung beeinflusst. Vielleicht ist es irgendwann mal möglich, dass man Farben herstellt, die dann nicht an der Sonne verbleichen, weil die Farbe in der Zellmembran liegt. Am Nachmittag schauten wir uns die Eigenschaften von Magneten an. Uns wurde das Magnetfeld erklärt und mit einem Ferrumfluid verdeutlicht. Drei andere Studenten erklärten uns ihr Ziel, Magnete als Energielieferer für Autos oder Handys zu benutzen.