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Traditionelles, Magisches und Digitales: Eröffnungsfeier des Schuljahres 2018/19

  • 29. August 2018
  • Autor: KD

In der Kirche Neumünster ertönt die Filmmusik zu Harry Potter, doch keine Eulen fliegen durch den Kirchsaal und die neuen Schülerinnen und Schüler sind auch nicht mit dem Zug, der ab Gleis 9 ¾ abfährt, zur Eröffnungsfeier des FGZ gefahren. Die Augen der Schüler leuchten jedoch nicht weniger erwartungsvoll und ihr Inneres ist nicht weniger aufgewühlt als das der angehenden Zauberlehrlinge, wenn sie das erste Mal Hogwarts betreten. Auch wenn für unsere Schüler das etwas furchteinflössende Ritual mit dem sprechenden Hut entfällt, bleibt ihnen der Gang durch den sehr gut gefüllten Saal hin zum Rektor nicht erspart. Haben sie den traditionellen und immer auch herzlich ausgeführten Händedruck, mit dem sie offiziell in die Gemeinschaft ihrer neuen Schule aufgenommen werden, erst einmal hinter sich, ist den Kleinen die Erleichterung auf dem Weg zurück zur Bank deutlich anzusehen.

In seiner Eröffnungsrede setzt sich Rektor Dr. Thomas Bernet mit dem abstrakten Begriff der «Zeit» auseinander. Er schärft mit seinen Ausführungen die Sinne der zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer für den Umgang mit Zeit und geht auf deren Bedeutung unter anderem mit einem prominenten und aktuellen Beispiel ein: Den Umgang mit Zeit, wenn Smartphones ins Spiel kommen. Die Bedeutung dieses Geräts, die es für unsere Schüler hat, stellt eine besondere Herausforderung an der Schule, aber auch im Alltag von uns Erwachsenen dar. Es gilt, sich auf einen Verhaltenskodex zu einigen, ein Gespür dafür zu entwickeln, wann der Gebrauch der Geräte angebracht ist und wann nicht, wann der Gebrauch einen weiterbringt und wann nur schon der Blick darauf unhöflich ist.
Die beiden Maturanden Barbara Bürgi und Daniel Saxer äussern sich in ihrer Ansprache gekonnt über die Begriffe Leistung, Fortschritt und Individualität, Begriffe, die sie im Laufe ihrer Schulkarriere am FGZ begleitet haben. Mit der erhellenden Erläuterung dieser Inhalte bewahren sie dabei die Zuhörerschaft davor, das FGZ, wie so oft in den Maturandenreden der letzten Jahre, wieder einmal mit einer abgedroschenen Metapher (die Schule als Flughafen, die Schule als Velotour, die Schule als Gewässer) zu analysieren, denn eine Schule ist in ihren Augen ganz einfach - eine Schule.

Zum Abschluss des feierlichen Eröffnungsmorgens fliegen die traditionell dargereichten Bratwürste leider nicht wie die Speisen im Refektorium von Hogwarts lustig herum, dafür werden sie umso herzlicher von unseren treuen Eltern, die regelmässig in der Mensa aushelfen, dargereicht.