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Von den Steilhängen der Mathematik bis zu den Geröllhalden der Grammatik - Eröffnungsfeier zum neuen Schuljahr in der Kirche Neumünster

  • 26. August 2019
  • Autor: KD

Die Kleinen voller Erwartung und Nervosität, die Grossen betont gelassen und abgeklärt: Am ersten Montag nach den Sommerferien war es wieder so weit. Über 500 Schülerinnen und Schüler, zahlreiche Eltern und fast die gesamte Lehrerschaft versammelten sich in der Kirche Neumünster, um das neue Schuljahr in einem feierlichen Rahmen zu begehen. Rektor Dr. Thomas Bernet hielt eine launige Rede zum Thema Reisen, im wörtlichen sowie im übertragenen Sinne. Die geografischen Metaphern, die er benutzte, um den neuen Schülern die zukünftige Bildungsreise näherzubringen, sind dabei zu schön, um sie an dieser Stelle nicht zu zitieren:

"Mit dem Eintritt ins Schulhaus nach fünfwöchiger Absenz beginnt eine etwas andere Reise, eine nicht minder anregende Reise, eine intellektuelle und zuweilen auch emotionale Reise. Sie führt euch durch den Dschungel des Wissens, durch das manchmal unwegsame Gelände der Sozial- und den Nebel der Naturwissenschaften über die Steilhänge der Mathematik, die Geröllhalden der Grammatik und neuerdings durch das Dickicht des Digitalen zu den aussichtsreichen Höhen der Künste, zu den himmelwärts ausschweifenden sprachlichen Horizonten und zu den Gipfeln der philosophischen Erkenntnis."

Die beiden Maturanden Michelle Dindo (G6e) und Alexander Raskin (G6g) versprachen den neuen Schülerinnen und Schülern in ihrer ironischen Aufmunterungsrede zwar keine Erkenntnisgipfel, versicherten jedoch, dass immerhin die in naher Zukunft neuerworbenen Sprachkenntnisse das Niveau von Spanisch "Balenciaga" und Italienisch "Gucci" bald überflügeln würden. Wie immer fehlten auch die musikalischen Beiträge nicht. Mit "Blame it on the Boogie" von den Jackson Five legten die Schülerinnen Hillevi Horrer, Noa Goren, Klara Behschnitt und Alexandra Keller um den Leadsänger Rajiv Das dabei einen fulminanten Abschlusssong hin.

Nach 96 geschüttelten Händepaaren - so viele neue Schülerinnen und Schüler durften wir willkommen heissen - ging der Schulbetrieb wieder in fast gewohnten Bahnen weiter. Natürlich fehlte die von der Schule traditionell gespendete Bratwurst zur Mittagszeit nicht und das Verzehren derselben in sommerlich gewandeter Gesellschaft unter den mächtigen Bäumen vor unserer Schule liess die Erinnerung an die Ferien noch ein wenig weiterleben.