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Schweizer Jugend Forscht: Erfahrungsbericht eines Schülers

  • 25. Januar 2022
  • Autor/in: Gian Gysler

Vom 28. November bis zum 3. Dezember 2021 durfte ich im Rahmen der von Schweizer Jugend Forscht angebotenen Studienwoche im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften am Kurs mit Schwerpunkt Menschenrechte am Seminar für Nordistik der Universität Basel teilnehmen. Ich befasste mich in einer kleinen Gruppe mit dem Kampf der Sami in Norwegen um die Anerkennung ihrer Sprache.

Während der Studienwoche konnte ich wertvolle Kontakte zu anderen Jugendlichen knüpfen. Ich hatte die Möglichkeit, mich mit Gleichinteressierten auszutauschen und Freundschaften zu knüpfen, die auch danach bestehen bleiben. Auch ausserhalb des Projekts verbrachte ich die Zeit mit meiner Gruppe. Die Arbeit im Team machte viel Spass und wurde durch die gute Gruppendynamik auch effizient erledigt.

Unser Projektbetreuer Sven Kraus überliess uns freie Hand bei der Bearbeitung unseres Themas und liess uns weitgehend eigenverantwortlich arbeiten. Zu Beginn gab er uns die wichtigsten Quellen an (hauptsächlich Forschungsberichte anderer Universitäten zu den Sami), danach recherchierten wir selbständig und durften auch die Bibliothek des Seminars benutzen.

In unserer Arbeit sind wir zum Schluss gekommen, dass Sprache der zentrale Träger einer Kultur ist. Sprache steht im Mittelpunkt einer Nation und bildet ihr Gerüst. Sie ist das wichtigste Mittel zur menschlichen Verständigung, eng verknüpft mit der Lebensweise. Die jahrhundertelange Diskriminierung der Sami und deren Sprache sowie die Massnahmen der Norwegisierungspolitik des Storting führte zu Generationen traumatisierter Sami. Dies hat zur Folge, dass sie nicht über die grundlegenden Fähigkeiten, sich auf Norwegisch oder auf Samisch auszudrücken und auszutauschen, verfügen.

Die Studienwoche gewährte mir ausserdem einen Einblick in den universitären Alltag. Ich erhielt die Möglichkeit, mich mit Studierenden, Professoren und Doktorierenden auszutauschen. Wenn mir unser Projektbetreuer etwas mitgegeben hat, dann dies, dass es egal ist, was man studiert. Das Studium ist nicht definitiv, es ist flexibel. Während des Studiums findet man seine Interessen und der richtige Weg, den man nehmen soll, ergibt sich mit der Zeit von selbst.

Insgesamt war die Studienwoche ein gute Einführung in das Thema Menschenrechte auf Universitätsniveau. Es ist eine Erfahrung, an der ich viel Freude hatte und ich bin sehr dankbar, dass ich daran teilnehmen durfte.

Gian Gysler, G4h

 

Schweizer Jugend Forscht