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Tanzende Roboter und eine Welt, die still steht: Engineering-Tage am FGZ

  • 11. Februar 2022
  • Autor/in: Christopher Hranov, G4e

Am 8. und 9. Februar fand für die Schüler der 4. Klassen ein Spezialprogramm statt. Eine kleine Gruppe von insgesamt 16 Schülern bewarb sich für das Programm Robotik und Informatik, das von der ETH durchgeführt wurde. Ort des Geschehens war die Bibliothek des Schulhauses. Wir befassten uns einerseits intensiv mit der Robotik, andererseits lernten wir in Zweiergruppen bei verschiedenen Workstations über die Elektrotechnik. Dieses lehrreiche Erlebnis war eine sehr spannende und lustige Einführung in das Gebiet des Engineerings.

Am ersten Tag befassten wir uns ausschliesslich mit Robotik. Unser Ziel war es, einen zur Musik tanzenden Roboter zu schaffen. Am wichtigsten war jedoch das neu erworbene Wissen, das wir für den Bau benötigten. Wir erhielten nämlich nur separate Einzelteile. Die erforderlichen Abläufe gingen vom einfachen Zusammenstecken und Verbiegen bis zum Löten, was eine ruhige Hand und viel Konzentration erforderte. Hier bekam ich mit der Zeit immer mehr Übung. Der Vergleich meiner ersten gelöteten Stellen mit meinen letzten machten dies deutlich: Von krummen, spitzen Ausbuchtungen hin zu immer schöneren und präziseren Arbeiten. Nach dem Verkabeln der Motoren, Lautsprecher und Lichter ging es an das Dekorieren: Mein Tischnachbar und ich entschieden uns, Skorpione entstehen zu lassen. Und natürlich liessen wir sie zum Schluss auf einer Bühne tanzen, wobei jeder heimlich inständig hoffte, dass sein Roboter auch funktioniert.

Der zweite Teil des Spezialprogramms bestand darin, Neues über die Elektrotechnik zu lernen. Wir wurden mit einem Problem konfrontiert, das wir anschliessend gemeinsam lösen mussten: In einem kleinen Städtchen trifft ein Blitz die Energieversorgung und die Welt steht still. Nun liegt es an uns, mit Hilfe unserer Kreativität, die verschiedenen Teile der Stadt wieder in Bewegung zu bringen. So zum Beispiel: Durch die Programmierung eines Roboterarmes Miniatur-Brücken zu errichten, eine Eisenbahn in Gang zu setzen, durch „Logic Gates“ Energie bereitzustellen, einfache Verschlüsselungen oder Geheimnachrichten zu lesen, Autos mit Solarenergie zu versorgen… Jedes Mal, wenn ein Team eine Aufgabe lösen konnte, stürzte es sich auf eine neue Herausforderung. Besonders beeindruckt hat mich die „Logic Gates“ - Challenge. Auf spielerische Weise wurde uns das Grundprinzip eines Computers veranschaulicht.

Ich denke, alle Teilnehmer des Programmes stimmen mir zu, wenn ich behaupte, dass diese zwei Tage ein beeindruckendes Erlebnis waren. Sie waren nicht nur lehrreich, sondern förderten auch unseren Ideenreichtum, um bestimmte Probleme anzugehen. Von dem akkuraten Löten bis hin zu der gezielten Programmierung eines Roboterarmes war dieser Tag ein erster Einblick in das grosse Gebiet der Robotik und des Elektroengineerings.