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Musikalische Glanzleistungen an der Eröffnungsfeier des neuen Semesters

  • 06. March 2019
  • Author: KD

Kürzlich äusserte sich Amerikas jüngste Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez in einer Podiumsdiskussion der Organisation «girlswhocode» vor den jungen Programmiererinnen mit den Worten: «Be brave, not perfect». Sie beschrieb damit nicht nur ihre eigene neue Rolle in der Öffentlichkeit, sondern ermunterte ihre jungen Zuhörerinnen, sich diese Idee auch einzuverleiben. Die jungen Frauen sollen den Mut aufbringen sich zu exponieren und sich gleichzeitig nicht scheuen, Fehler zu begehen. Und vor allem sollen sie sich nicht von Neidern oder falschen Perfektionisten bremsen lassen.

Die diesjährige Eröffnungsfeier des FGZ in der Kirche Neumünster zeugte von genau diesem Mut verschiedenster Schülerinnen und Schüler. Die öffentliche Erstaufführung der vom Maturanden Lukas Walker komponierten Rhapsodie in g-moll bildete dabei einen überwältigenden Einstieg. Überhaupt boten alle auftretenden Schülerinnen und Schüler auch dieses Mal wieder ihre musikalischen Begabungen mit einer Nonchalance dar, die beneidenswert ist: Philip Denglers Finger tanzten mit Leichtigkeit über die Tasten des Flügels (Etude révolutionnaire von Frédéric Chopin) und Naomie Ladner und Noa Goren performten ihren Song geradezu professionell und äusserst gefällig (idontwannabeyouanymore von Billie Eilish) - um nur einige wenige Beispiele aus der grossen Schar der Darbietenden zu nennen.

Gedanken zu den Begabungen und der Kreativität unserer Schülerinnen und Schüler bildeten auch die Grundlage der Eröffnungsrede von Rektor Dr. Thomas Bernet. Ebenso hob er die Freude eines jeden Lehrers über sichtbare Erfolge von Schülern hervor, die einer lange Jahre gehegten Freizeitbeschäftigung und Leidenschaft entspringen, wie auch die zentrale Rolle, die der Lehrer selbst oft, aber natürlich bei weitem nicht immer, für das Weiterkommen eines Schülers spielt. Und neben dem Genie und der Ausdauer strich er ebenfalls immer den Mut heraus.

In einer launigen Rede unterhielten auch die Maturanden Laura Tönett und Thomas Oertle den Kirchensaal. Ihr Rückblick auf die zahlreichen Höhepunkte all der Jahre, die sie am FGZ verbracht haben, stimmte fröhlich, aber auch etwas wehmütig angesichts der Tatsache, dass diese Zeit bald vorbei sein wird. Die Rede endete mit der Einsicht, dass irgendwann für alle Schülerinnen und Schüler die Zeit kommen würde, in der sie bestimmte Dinge das letzte Mal tun würden: Das letzte Mal am Brunnen vorbeilaufen, das letzte Mal eine Absenz abgeben, das letzte Mal an der Eröffnungsfeier des Frühlingssemesters teilnehmen, um dann bald einmal die Matura in Empfang zu nehmen und hinaus in die Welt zu gehen. Möge ihnen der Mut dabei nie abhandenkommen.