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Aufwachen in einer anderen Welt

  • 27. March 2022
  • Author: KD

Auch wenn das Frühlingssemester mit einer Eröffnungsfeier begann, wie wir sie von früher gewohnt sind, war in den letzten Tagen des Februar nichts so wie gewohnt. «Wir sind in einer anderen Welt aufgewacht», äusserte sich die Aussenministerin Deutschlands, Annalena Baerbock, am 24. Februar. Die Erschütterung angesichts eines Angriffskriegs in Europa sitzt tief und betrifft sowohl unsere Schüler*innen wie auch den Schulalltag.

Der Wille aber zu verstehen und zu helfen, ist ausserordentlich. Die Klassen engagieren sich mannigfaltig und unermüdlich, die Lehrer*innen und Mitarbeiter*innen unterstützen und helfen, wo immer möglich. Es wurden bereits unzählige Kisten an Hilfsgütern gesammelt und das Sammeln von Geldspenden ist immer noch in vollem Gange. Die Schüler*innen «verkaufen» in der Stadt Selbstgebackenes, wo sie auf viele unglaublich grosszügige Menschen treffen, oder sie sammeln Geld am eigens dafür aufgestellten Waffelstand. Die Auseinandersetzung mit dem Unfassbaren findet aber auch im Schulhaus statt: in den Geschichts- und Deutschlektionen, im Fach Bildnerisches Gestalten, in dem Zeichen für den Frieden künstlerisch umgesetzt werden, im Foyer, in dem die Schulleitung eine grosse Auswahl an ukrainischer und russischer Literatur zur Verfügung stellt, in einzelnen Klassen, in denen bereits ukrainische Schüler*innen willkommen geheissen werden durften, und an Vorträgen, die in naher Zukunft stattfinden werden.

Wir alle sind in einer anderen Welt aufgewacht. Die Hilfsbereitschaft und der Einsatz unserer Schüler*innen und das Wissen, dass noch viele neue Aktivitäten hinzukommen werden, versöhnen jedoch wenigstens ein Stück weit.

 

Lesen Sie auch den Artikel im Tagesanzeiger, der zwei unserer neuen Schülerinnen porträtiert:

Anja und Zhenja aus Kiew gehen nun in Riesbach zur Schule